Im Zuge der Erstellung des Doppelbudgets waren die Pensionen wieder einmal im Fokus, denn es ging neuerlich um den hohen staatlichen Zuschuss. Die Präsidentin Ingrid Korosec von den ÖVP Senioren hat sich daher gemeinsam mit der Expertin Mag. Christine Mayrhuber, Vorsitzende der Alterssicherungskommission, in einer Veranstaltung der ÖVP Senioren Wien mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Vieles, was im staatlichen Pensionstopf drinnen ist, hat mit Pensionen nichts zu tun!

  • Es werden Leistungen eingerechnet, die der Armutsbekämpfung oder Gesundheitsförderung dienen
  • Sie sind wichtig und richtig, aber man muss zwischen echten Pensionskosten und Sozialleistungen unterscheiden
  • Wer nur auf die Pensionskosten schaut, ohne die eingerechneten Leistungen zu thematisieren, verzerrt das Bild
  • Keine falschen Rückschlüsse durch falsche Zahlen

„Eine Trennung von Pensionskosten und pensionsfremden Leistungen wie Rehabilitation, Armutsbekämpfung und Zivildienst ist unbedingt erforderlich und daher müssen diese Leistungen endlich raus aus dem Pensionstopf“, ist die klare Forderung von Präsidentin Ingrid Korosec.

Trotz langfristiger Stabilität des Systems besteht ein massiver mittelfristiger Finanzierungsbedarf

Die Alterssicherungskommission mit Christine Mayrhuber an der Spitze hat auch folgende Positionen ausgearbeitet:

  • Die staatlichen Pensionsausgaben werden durch den Druck der „Babyboomer“ in den kommenden Jahren markant ansteigen.
  • Die Arbeitswelt muss angepasst werden, statt nur das Pensionsantrittsalter zu erhöhen. Daher müssen ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch gesundheitsfördernde Arbeitsplätze und altersgerechte Jobs länger im Erwerbsleben gehalten werden.
  • Notwendig ist die Ausarbeitung eines Gesamtkonzepts, das zum Beispiel eine höhere Erwerbsquote vorsieht und damit mehr Beiträge in das System bringt. Aber auch ein Anreiz für längeres Arbeiten wäre ein wichtiges Element für die Weiterentwicklung unserer Arbeitswelt.

Die Pensionen in Österreich sind auch langfristig finanzierbar

Das bedeutet aber nicht, dass nicht laufend Maßnahmen gesetzt werden müssen, um das Pensionssystem finanziell „zukunftsfit“ zu halten. „Wir müssen neben der Kostenwahrheit, Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters, Bonuszahlungen für Arbeiten im Alter, vor allem aber auch die Säulen Betriebliche Altersvorsorge und Privatpensionen ausbauen“, fasst Ingrid Korosec die aus ihrer Sicht wichtigsten Erfordernisse zusammen.